BFA-Wochenendseminar „Gewaltfreie Kommunikation“ am 17./18.11.2017 in Aachen

BFA-Wochenendseminar „Gewaltfreie Kommunikation“ am 17./18.11.2017 in Aachen

Das Seminar war bei dem o.g. Thema – nach Einladung und Rückmeldung anhand eines „Windhund- Prinzips – sehr schnell ausgebucht. Der Bezirksfrauenausschuss der IG BCE Bezirk Alsdorf hat mit seinem diesjährigen Wochenendseminar wieder voll in’s Schwarze getroffen und das Interesse der Funktionärinnen des Bezirks geweckt.

Alle Teilnehmerinnen, sowie die Referentin Dagmar Rostek, hatten unterhaltsame und lehrreiche Stunden. In einer harmonischen und entspannten, zeitweise auch lustigen Atmosphäre wurde der Seminarinhalt an theoretischen und praktischen Beispielen mit vielen kleinen Übungen und Aktionen ausprobiert und in die Tat umgesetzt.

Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg beinhaltet  u.a. die 4-Schritte „Beobachten, Gefühle, Bedürfnisse und Bitten“. Es ist beeindruckend und überwältigend, wie viele unterschiedliche Gefühls- und Bedürfnisbegriffe es gibt.

 

Hier waren die Teilnehmerinnen gefordert,  in sich selbst hineinzuschauen und in einer kleinen Übung den anderen Teilnehmerinnen ihre Gefühle und Bedürfnisse mitzuteilen. Das war sehr interessant und erheiternd. Es gab aber auch Momente der Hilflosigkeit und Traurigkeit. Denn nicht immer waren die geschilderten Erlebnisse/Begebenheiten  aus der Vergangenheit nett und freundlich. Diese galt es hier also aufzuarbeiten und sich für zukünftige Gesprächssituationen mit einer „gewaltfreien Kommunikation“ zu wappnen.

 

Funktionärinnen im Bezirk Alsdorf wehren sich!

Am ersten Novemberwochenende veranstaltete der Bezirksfrauenausschuss Alsdorf sein diesjähriges Wochenendseminar, diesmal in Kooperation mit dem Polizeisportverein Mönchengladbach.Alle Funktionärinnen des Bezirks waren zur Teilnahme eingeladen und das Seminar ging voll besetzt mit 15 Teilnehmerinnen an den Start.

Unter dem Titel „Selbstbehauptung und Selbstverteidigung“ führten Melanie Boscheinen und Beate Kampermann – beide Polizeibeamtinnen im aktiven Dienst – am ersten Tag sehr anschaulich theoretisch in das Thema ein – welches derzeit ja für Frauen aktueller denn je ist. Die Teilnehmerinnen lernten, dass es in Situationen von Belästigung und Angriff extrem wichtig ist, Öffentlichkeit herzustellen und Aufmerksamkeit zu erregen. Also weg mit den damenhaften Tugenden und laut werden, schreien, schlagen, treten und kratzen, was das Zeug hält.Wichtig zu wissen, dass Täter, die Frauen angreifen, oftmals nicht mit Gegenwehr rechnen und dann in 80 % der Fälle von ihrem Opfer ablassen.

Am zweiten Seminartag ging es dann in die Sporthalle und richtig los. Erstaunlich, mit wie wenig Kraftaufwand frau sich aus Umklammerungen befreien, Handgelenke verdrehen und das Überraschungsmoment nutzen kann. Gut zu wissen war auch, dass eine Kniescheibe – mit dem richtigen Tritt getroffen – bei 8 kg Belastung hin ist, und wo Tritte sonst noch landen müssen, um einen Angreifer gezielt außer Gefecht zu setzen.

Es wurde viel geübt – und auch laut schreien will gelernt werden!

Das Seminar endete am zweiten Tag mit einer Feedbackrunde, in der alle Teilnehmerinnen Melanie Boscheinen und Beate Kampermann großen Dank aussprachen und den Wunsch nach einem Aufbauseminar äußerten.

Wir hoffen natürlich alle, dass wir nie in die Situation kommen, die neu gelernten Fertigkeiten anwenden zu müssen, aber falls doch, sind wir mit „Buch lesen“ und „Elvis“ gut vorbereitet. – Wer das jetzt nicht versteht, sollte beim nächsten Mal einfach dabei sein!

11. April 2018